Bericht der Geschäftsleitung SWF

Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 war eine Zeitenwende für die Politik, Energiewirtschaft und Gesellschaft. Auch für die Stadtwerke Fellbach haben sich daraus extreme Herausforderungen ergeben. Wir waren seit Beginn des Kriegs im Krisenmodus. Zum Teil mehrmals wöchentlich gab es Krisensitzungen der energiewirtschaftlichen Spitzenverbände, immer wieder mit direkter Beteiligung von Staatssekretären und anderen hohen Beamten der Bundes- und Landeswirtschaftsministerien, an denen ich in meiner Funktion als Vorstandsmitglied von BDEW und VfEW teilnahm. Auch auf operativer Ebene gab es mehrmals wöchentliche Webinare und Arbeitskreissitzungen zum Umgang mit der Krise, in die viele Mitarbeiter:innen der SWF involviert waren. In der Anfangsphase ging es dabei vorwiegend um den Umgang mit einer drohenden Gasmangellage. Zunehmend rückten dann die Umsetzung von legislativen Vorgaben zur Gaseinsparung und zur Entlastung von Bürger:innen, Gewerbe und Industrie in den Vordergrund. Die Abschaffung der EEG-Umlage, die Mehrwertsteuersenkung für Erdgas- und Wärmelieferungen, die Weitergabe der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage, die Energiespar- und Informationsverordnungen, vor allem aber die Gesetze zu den Energiepreisbremsen bedeuteten einen enormen Umsetzungsaufwand für die Stadtwerke.

Trotzdem konnten wir parallel noch viele weitere Themen abarbeiten. Drei davon möchte ich gesondert erwähnen. Als eines von nur vier Unternehmen konnten wir an der detaillierten Wärmestudie im Auftrag des Nationalen Wasserstoffrats teilnehmen, welche uns viele Impulse für die Diskussion zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gab. Das Repowering unseres Windparks haben wir kontinuierlich weiterbearbeitet, um die Umsetzung voranzutreiben. Und wir haben als eines von wenigen Unternehmen der ASEW-Klimaschutzinitiative fristgerecht zum Ende des Jahres unsere Treibhausgasbilanz und unseren Klimaschutzfahrplan erstellt und veröffentlicht.

Das Team der Stadtwerke Fellbach war in diesem Jahr extrem gefordert, aber auch extrem motiviert. Für diesen immensen Arbeitseinsatz bedanke ich mich ganz herzlich. Wir haben alle unsere Energie aufgewendet, um die Folgen der Krise in Fellbach erträglich zu halten. Mit unserem Engagement wollen wir zu einem lebenswerten Fellbach beitragen. Dazu gehört auch, dass wir nach einer Corona-Zwangspause unsere Konzertreihe Live im Park wieder aufgenommen haben. Unser kompetenter Aufsichtsrat stärkt uns dabei den Rücken und hilft uns immer wieder, uns auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren und gute Ergebnisse zu erzielen. Auch dafür bedanke ich mich herzlich.

Ihr
Gerhard Ammon
Geschäftsführer

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