Klimaschutz
Initiative
Im Januar wurde die Klimaschutz Initiative gegründet, bereits im Dezember haben wir unsere Treibhausgasbilanz und Dekarbonisierungsstrategie veröffentlicht.
Klimaschutz Initiative
Die Stadtwerke waren im Januar 2022 Gründungsmitglied einer Klimaschutzinitiative. Im Rahmen der Initiative haben sich die SWF dazu verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2022 eine Treibhausgasbilanz gemäß anerkanntem Standard zu erstellen und regelmäßig zu aktualisieren sowie ebenfalls bis zum 31. Dezember 2022 eine Strategie zur Dekarbonisierung festzulegen, um bis 2030 die eigenen Treibhausgasemissionen deutlich zu verringern.
Die Treibhausgasbilanz der Stadtwerke wurde nach dem weltweiten Standard „Green-House-Gas Protocol“ erstellt. Dabei wurde nicht nur CO2, sondern eine Vielzahl relevanter Treibhausgase berücksichtigt. Die Bilanz bezieht sich sowohl auf selbst kontrollierte direkte Emissionen (Scope 1), zugekaufte indirekt genutzte Energie (Scope 2) als auch auf zugelieferte Emissionen (Scope 3). Die Treibhausgasbilanz enthält alle Emissionen der Stadtwerke Fellbach. Die Ausgangsdaten für die Erstellung der Treibhausgasemission beruhten auf dem Jahr 2019, damit coronabedingte Effekte das Ergebnis nicht verzerren. Untenstehend ist bereits die Fortschreibung für das Jahr 2021 dargestellt.
Die Treibhausgasbilanz ist das Maß für die eigenen Anstrengungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Diese Bilanz soll nicht durch den Ankauf von Nachhaltigkeitszertifikaten geschönt wird. Vielmehr soll durch den Bau und Betrieb von Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden. Dieser pragmatische Ansatz führt dazu, dass echte zusätzliche Erzeugungskapazitäten geschaffen werden. Die Nachhaltigkeitszertifikate, die durch diese Anlagen entstehen werden aber nicht in jedem Fall den Stadtwerken Fellbach gutgeschrieben. Deswegen werden die Stadtwerke gegebenenfalls eine Schattenbilanz erstellen, in der die Wirkung der von den Stadtwerken erzeugten Anlagen dargestellt wird.
Die Stadtwerke werden nicht der Versuchung zu erliegen, ein übergeordnetes Klimaschutzziel auszurufen, welches zwar plakativ, aber aus heutiger Sicht nicht umsetzbar ist. Vielmehr geht der Vorschlag in die Richtung, acht Handlungsfelder zu benennen und für jedes Handlungsfeld ein Handlungsfeldziel zu benennen.
Stand heute kann noch nicht für jedes Handlungsfeld ein Ziel benannt werden. Die drei wichtigsten Handlungsfelder sind die Gas-, Wärme- und Stromversorgung. Mehr als 85 % der Treibhausgasemissionen entstehen in diesen drei Handlungsfeldern. Deswegen schlägt die Geschäftsführung in einem ersten Schritt die folgenden Handlungsfeldziele für diese Handlungsfelder vor:
In den ersten zwei Handlungsfeldern ist das Endjahr für die Erreichung der vollständigen Ziele das Jahr 2045. Das Land Baden-Württemberg hat in seinem Klimaschutzgesetz beschlossen, dass bis 2040 über eine schrittweise Minderung Netto-Treibhausgasneutralität erreicht wird.
Unsere Treibhausgasbilanz:
10.894 t
direkte Treibhausgasemissionen
122.7310 t
Indirekte Treibhausgasemissionen, v. a. für Energielieferungen an Kunden
Unsere Aktivitäten
Repowering unseres Windparks